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Lehmhaus

Neubau und Sanierung mit „Naturbaustoffen“

Natürliches Bauen hat „Jahrtausende“ Tradition und ist eigentlich erst nach dem zweiten Weltkrieg nach und nach von den modernen Bautechnologien verdrängt worden.

Die praktischen Erfahrungen unserer Vorfahren sind daher die Grundlage für einen zeitgemäßen Naturhausbau resp. die dazu erforderlichen Baustoffe.

Richtig konstruierte Naturhäuser garantieren Gesundheit, Wohlbehagen und daher höchste Lebensqualität.

In Ihrem Aussehen sind Naturhäuser kaum von konventionellen Häusern zu unterscheiden. Jeder architektonischer Form kann als „Naturhaus“ ausgeführt werden.

Lehmhaus:

Die Basis ist zumeist eine Holzständerkonstruktion welche mit Lehm- oder Holzlehm (auch Lehm mit anderen pflanzlichen Zuschlagstoffen) ausgefacht wird.

Als Zusatzdämmung und gleichzeitig als Putzträger eignen sich Schilfplatten hervorragend.

Optimal ist eine Fassade aus „reinem“ Trasskalkputz (reines Trassmehl, Löschkalk und Sand).

Als Fußboden Dämmung eignen sich Holzlehmschüttungen besonders gut. Diese können ebenso zur Ausfachung von Wänden (speziell der Innenwände) verwendet werden.

Bei der Errichtung von Lehmhäusern ist für den Bauherrn ein hohes Einsparungspotential gegeben. Ungeachtet der hohen Eigenleistungsanteile besteht sehr oft auch die Möglichkeit, den erforderlichen Baulehm aus dem Aushubmaterial oder aus in Bauplatznähe befindlichen Lehmvorkommen zu gewinnen. Eine Qualitätsprüfung und Entscheidung darüber sollte jedoch durch einen „Lehmfachmann“ (welchem auch die Bauleitung übertagen werden sollte) erfolgen.

Wesentliche Kriterien für ein perfektes Naturhaussystem sind die Baustoffe. Dabei sollte darauf geachtet, dass diese nicht nur biologischer Herkunft sind, sondern auch bei der Verarbeitung weitestgehend auf chemische Zusatzstoffe und Kunststoffe verzichtet wird.