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Renovierung

Restaurierung & Sanierung historischer Gebäude

Zur Verhinderung oder Lösung von Feuchteproblemen können natürliche Materialien wie Holz, Lehm, Ziegel, Kalk, Sand etc. oder daraus hergestellte Baustoffe mit ihren besonderen Eigenschaften sehr hilfreich sein. Besonders in der Altbausanierung finden neuerdings Kalk, Trasskalk und Kalkanstrich wieder vermehrt Anwendung. Kalk und Trasskalk wurden bereits vor Tausenden von Jahren von Baumeistern verwendet und viele solcher Bauwerke sind heute noch in gutem Zustand.

Obwohl teilweise verdrängt und durch moderne Baustoffe ersetzt, hat der Kalk seine Berechtigung, speziell bei diesen Bauten, nie verloren und erlebt heute eine richtige Renaissance, die er seinen hervorragenden Eigenschaften zu verdanken hat.

Färbelung verputzter Flächen erfolgt mit Malerbürste und Pinsel

Eine Färbelung mit Kalkfarbe auf frischem Putz nennt man Freskoanstrich (nur bei Neuverputzungen möglich). Beim Abtrocknen (Karbonatisierung) legt sich eine Sinterschicht des Kalkes über die Farbe. Diese Ausführung selbst muss je nach Witterung auf solche Oberflächen beschränkt werden, die frisch verputzt und in Folge gestrichen werden können. Der Zeitpunkt der Anstrichfähigkeit muss genau beobachtet werden, da der feuchte Putz durch den Pinsel nicht verformt werden darf, aber noch genug Feuchtigkeit im Putz sein muss, um den Kalktransport beim Trocknen an die Oberfläche zu gewährleisten.

Das Farbmaterial besteht aus Erdfarben, die mit Kalk und Wasser vermischt werden. Der Fettkalk soll mindestens 3 Monate abgelagert (eingesumpft) werden, um Kalkaustreibung auszuschließen.

Bei erhärteten und saugenden Putzen oder bestehenden Kalkanstrichen sollte je nach Witterung vorgenässt und möglichst dünnflüssig aufgetragen werden, um eine gute Verbindung des ersten Anstriches mit dem Oberputz zu erreichen.

Bei der Fassadenfärbelung mit Kalkfarbe kann dem Anstrich Leinölfirnis beigegeben werden (nur von erfahrenen Handwerkern auszuführen), dadurch wird die Witterungsbeständigkeit erhöht.

Putzgesimse und Verzierungen

Putzgesimse, als gezogene Gesimse erhalten ihre endgültige Form aus Grundputz und Feinputz evtl. Glätte, die mit einem Anstrich versehen werden. Putzgesimse, die mehr als 4 – 5 cm ausladen, bestehen aus einem Ziegelkern oder einem Traggerüst aus Putzträgern, der den Verputz stützt und trägt.

Das Ziehen der Gesimse ist grundsätzlich die gleiche Arbeit wie Grob- und Feinputz einer Wand oder Decke. Der Mörtel wird mit einem Gesimshobel unter mehrmaligem Auftragen des Mörtels in die dementsprechende Form gebracht.

Putzgesimse und Fensterumrahmungen dienen als Zierteile an den Fassaden.